Kohelet 3,1-15
Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,
„Alles hat seine Zeit.“ So schreibt schon der Verfasser des Buches Kohelet vor gut 2000 Jahren. „Alles hat seine Zeit – nur ich hab keine“ hören wir oftmals Zeitgenossen klagen. Die Zeit läuft uns davon. Immer mehr soll in der gleichen Zeit erledigt werden. Oft genug sind wir es, die dann erledigt sind. Wir managen die Zeit, um noch effektiver zu werden und pressen uns in ein atemraubendes Zeitkorsett. Das liegt die Feststellung nahe: “Eigentlich bin ich ganz anders, nur ich komm‘ so selten dazu.“ (Horvath) Ist das, was wir als Zeit wahrnehmen nur die Zeit der Sonnenuhren, Kirchenglocken, Pausenklingeln und Wecker, die messbare Zeit?
„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es einen bestimme Zeit“ Es gibt nicht nut Zeit, sondern auch Zeiten – Jahreszeiten, Lebensrhythmen und vielerlei natürliche Kreisläufe. Die chronologische und die zyklische Zeit haben ihre jeweils eigenen Qualitäten. Jeder Mensch hat seine Zeit, das eigene Zeitgefühl und Lebenstempo. Es geht darum, diesen eigenen Lebensrhythmus zu erspüren und zu pflegen. Dann sind Zeiten zum Handeln und Zeiten zum Entspannen unsere eigenen Zeiten. Dann ist es nicht mehr die Zeit, die uns schafft, sondern wir bewegen uns in der Zeit.
Wir möchten Sie gerne dabei unterstützen, Ihre eigenen Zeiten wahrzunehmen, zu pflegen und damit die Lebensqualität der Zeiten in Ihrem Leben zu fördern. Veranstaltungen in unserem Programm, die uns dazu besonders geeignet erscheinen, haben wir mit dem Schriftzug »Thema« gekennzeichnet.
Übrigens: Auch die Katholische Erwachsenenbildung in den Landkreisen Balingen, Tuttlingen und Rottweil bietet interessante Veranstaltungen zu diesem Thema an.
Iris Müller-Nowack,
Leiterin der keb Kreis Freudenstadt


anerkannt.