Warum der Antisemitismus uns alle bedroht

Wie neue Medien alte Verschwörungsmythen befeuern
Donnerstag, 17.10.2019, 19.30 Uhr

Der neue Veranstaltungsort ist die Mensa des Martin-Gerbert-Gymnasiums, wenige Meter vom Museum Jüdischer Betsaal entfernt,

in der Fürstabt-Gerbert-Str. 21.

Horb
„Ich vertrete die These, dass wir für das Verständnis von Semitismus und Antisemitismus keine Pseudo-Genetik und keine Verschwörungsmythen brauchen. Vielmehr haben wir es mit der immer noch völlig unterschätzten Wirkung von Medien zu tun …Nach jüdischer Überlieferung begründete Sem, Sohn Noahs, die Tradition der »semitischen« Schriftreligion, aus der das Judentum und Christentum sowie der Islam entstanden. Gegen diese weltverändernde Kraft der Schriftreligionen stemmten sich zahlreiche Gegentheorien. Durch das Aufkommen von Medien wie Buchdruck, Radio, Film, Internet und Social Media entfaltet dieser Antisemitismus eine enorme Gegenbewegung, die imstande ist, die Grundlagen unserer modernen, demokratischen Gesellschaft zu erschüttern. Einige demokratische Rechtsstaaten sind bereits zu populistischen Autokratien zurückgefallen. Das mediale Ringen um die Zukunft der Menschheit und die Rolle der Religionen darin hat damit gerade erst begonnen.“ (Dr. Michael Blume)
Referent: Dr. Michael Blume, Religionswissenschaftler, Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung
Veranstalter: keb FDS und Träger- und Förderverein der ehemaligen Synagoge Rexingen e.V.

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